Hundeverhaltenstherapie Ausbildung Definition

Definition Hundeverhaltenstherapie Ausbildung

Definition Hundeverhaltenstherapie Ausbildung

Was ist Hundeverhaltenstherapie?

Auf keinen Fall darf aber die Verhaltenstherapie als Therapie von bestehenden Erkrankungen verstanden werden. Diese sind dem Tiermediziner überlassen. Es kommt z. B. bei der Leck-Stereotypie zu einer Hautentzündung, einem sog. Pyogranulom, die vom Tierarzt je nach Ausmaß behandelt werden sollte. Die Ursache des Leckzwanges zu ergründen und diese abzustellen, geschieht durch die Verhaltensanalyse und durch den Einsatz von Verfahren der Verhaltenstherapie, die übrigens auch dem Verhaltensberater bekannt sind. Das bedeutet, die Diagnostik bei den beiden ist unterschiedlich, aber die Therapie bis auf den Einsatz der psychogen wirksamen Naturheilverfahren gleich.

Klassifizierung der Verhaltenstherapie und Beratung

Dieses duale System, dass wir bei der ATN zwischen der Hundeverhaltenstherapie und der Hundeverhaltensberatung unterhalten, schafft zwar in der Ausbildung und in der Praxis Übersichtlichkeit und scheinbar klare Grenzen, aber die Praxis zeigt, wie zahlreiche Überlappungen möglich und immer präsent sind.

Es gibt Bereiche, in denen ein Hundeverhalten je nach Intensität und Somatisierungsgrad fließend zwischen unerwünscht bis hin zu störend und möglicherweise krank machend einzuordnen ist, oder umgekehrt, weil eine organische Ursache für dieses Verhalten vorliegt. Ist das ein Fall für den Verhaltensberater oder den Verhaltenstherapeuten?

Als einige Beispiele dafür sollen hier nur übermäßige Erregbarkeit, Hyperaktivität, Unsauberkeit, isolierte Phobie, depressionsähnliche Zustände genannt werden. Dies zeigt, dass jegliche Klassifizierung nur im gewissen Rahmen logisch und nachvollziehbar ist, und der Verhaltensberater seine Kompetenzen im Bereich der Verhaltensbiologie und Verhaltenskunde erst im vollen Umfang durch das Studium der Themen der Tierverhaltensmedizin erwerben kann.

Da es sich um ein relativ neues Fach handelt, und wir erst am Beginn dieses spannenden interdisziplinären Faches sind, gibt es hier ein gewaltiges Entwicklungspotenzial. Wer jetzt mit diesen Themen anfängt, ist von vornherein dabei und hat nichts versäumt und ist anderen weit voraus.

Begriffsdefinitionen: Tierverhaltensberatung - Tierverhaltenstherapie

Die ATN Akademie unterscheidet in der Ausbildung zwischen Verhaltenstherapie von der Verhaltensberatung, daher ist es sinnvoll, diese Begriffe zu erklären und die Unterschiede zu erläutern.

Gegenstand der Tierverhaltensberatung ist die Verhaltensmodifikation von unerwünschten Verhaltensweisen, die bei Tieren keine Relevanz für die Gesundheit darstellen, aber oft nur für die Halter unerwünscht sind, soziale Konflikte verursachen oder Interaktionen mit der Umwelt zum Problem werden lassen.

Beispiel: Betteln am Tisch, Jagdverhalten, Probleme bei Leinenführigkeit, Streunen, Ungehorsam, usw.

Gegenstand der Tierverhaltenstherapie sind zusätzlich verhaltenstherapeutische Maßnahmen zur Änderung eines gesundheitsschädigenden Verhaltens sowie das Erkennen von psychosomatischen Verknüpfungen.

Verhalten und Körper sind untrennbar miteinander verbunden, so dass Veränderungen auf der körperlichen Ebene zu Veränderungen auf der Verhaltensebene führen können und umgekehrt. Aus diesem Grund dürfen bei der Bearbeitung von Verhaltensproblemen die Suche nach körperlichen und medizinischen Ursachen nicht ausgeblendet und bei der Beurteilung von körperlichen Problemen die Suche nach Ursachen im Verhalten nicht vernachlässigt werden.

Beispiel: Trichopillomanie, Leck-Zwang, Automutilation, Angst/Phobie, somatisiertes Stress-Syndrom, Koprophagie, Anorexie, Antriebslosigkeit, senile Kognitive Dysfunktion u.a.

Es gibt Bereiche, in denen ein Verhalten je nach Intensität und Somatisierungsgrad fließend zwischen unerwünscht bis hin zu störend und krank machend einzuordnen ist und unterschiedliche Maßnahmen benötigt. Dies zeigt, dass jegliche Klassifizierung die wir in unserer Ausbildung vornehmen, nur in gewissem Rahmen logisch und nachvollziehbar ist, aber auch, dass der Hundeverhaltenstherapeut ein breiteres Spektrum von Verhaltensstörungen abdecken kann. Durch diese Aufteilung entstehen zwei Ausbildungslevel, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben. Die Themen der Verhaltenstherapie, die im Bereich der Tierverhaltensmedizin liegen, öffnen neue Dimensionen in der Verhaltensberatung und ermöglichen auch das Handeln bei gesundheitsstörendem Verhalten und psychosomatischen Erkrankungen.

Mehr in dieser Kategorie: Hundeverhaltenstherapie Heute »

Soziale Netzwerke

ATN Rückruf Service

ATN Studienberatung Rückruf Service beantragen!

Rückruf anfordern