Lernziel

Lernziele der Hundeverhaltensberater Ausbildung

Lernziele der Hundeverhaltensberater Ausbildung Lernziele der Hundeverhaltensberater Ausbildung

Was sind die Ziele der Hundeverhaltensberater Ausbildung?

Im Zuge der Hundeverhaltensberater Ausbildung erwerben Sie Fertigkeiten in folgenden Bereichen:

  • Analyse und Interpretation individuellen Hundeverhaltens an konkreten Kasuistiken
  • Umfassende Kenntnisse in Bezug auf Bedarfsdeckung und Bedürfnisbefriedigung der Hunde nach dem Tierschutzgesetz
  • Beratungskompetenzen im Umgang mit dem Tierhalter
  • Optimierung von Haltungsbedingungen und Enrichment
  • Entwurf individueller Trainingspläne für unerwünschte Verhaltensweisen und psychische Störungen
  • Hundehalter bei den Trainingsmaßnahmen anzuleiten
  • Daten- und Informationserhebungen in Bezug auf Hundeverhalten
  • Evaluation von Maßnahmen nach wissenschaftlichen Erfordernissen
  • Abgrenzung von Verhaltensstörungen von unerwünschtem Verhalten
  • Abgrenzung von Normalverhalten von unerwünschtem Verhalten
  • Sensibilisierung auf und Erkennen von verhaltensmedizinischen Symptomen
  • Kenntnis der rechtlichen Vorschriften und Verordnungen sowie der ethischen Rahmenbedingungen, sowie Anwendung und Durchsetzung dieser Regelungen

Im Zentrum des ersten Teils Ihrer Ausbildung zum Verhaltensberater steht der Hund zunächst als Art, mit ihren allgemeinen biologischen Grundlagen, Bedürfnissen und Besonderheiten. Doch kein Hund gleicht dem anderen. In der nächsten Phase Ihrer Ausbildung stehen dann die individuellen und ontogenetischen Besonderheiten im Vordergrund. Die Themen Persönlichkeit, Befindlichkeit, Emotionen und ihre Erscheinungsformen im Ausdrucksverhalten beim Tier sind in den letzten Jahren ganz massiv in den Fokus der verhaltensbiologischen Forschung getreten und stellen einen zentralen Themenkreis Ihrer Ausbildung dar.

Die Ergebnisse dieser Untersuchungsreihen sind nicht nur mehr als aufschlussreich, sondern auch von größter praktischer Relevanz. Sie ermöglichen und rechtfertigen den einzelnen Hund im Zuge der Verhaltensanalyse und Therapie hoch differenziert zu untersuchen und individuelle Lösungskonzepte und Therapieformen zu entwickeln.

Erst diese beiden Bereiche zusammen ermöglichen es Ihnen, individuelle Verhaltensweisen und Anpassungsmuster zu identifizieren und adäquat zu interpretieren.

Die ATN hat sich diesen immens bedeutsamen Themengebieten intensiv gewidmet und geht im Bereich der Tierpsychologie ganz neue Wege, die es Ihnen erlauben, die Verhaltensweisen der Hunde aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betrachten.

Doch in den allerseltensten Fällen haben es Verhaltensberater allein mit einem Hund zu tun. In der Regel sind es die Halter oder im Falle von Tierschutzhunden die Betreuer eines Hundes, die sich wegen einer oder mehrerer problematischer Verhaltensweisen an den Verhaltensberater wenden. Es gilt, die Informationen, die Sie von diesen Personen erhalten, mit Ihren Beobachtungen abzugleichen, zu nivellieren und in Einklang zu bringen. Daher befasst sich der zweite Teil Ihrer Ausbildung mit den Schwierigkeiten, die sich durch die Haltung und den Umgang des Menschen mit den Hunden ergeben.

Denn eine Ihrer Hauptaufgaben wird es sein, zu unterscheiden, ob ein Verhalten, das vom Halter als “problematisch” beschrieben wird, eine echte Verhaltensstörung ist oder ein Normalverhalten, welches aber von der Bezugsperson missverstanden oder nicht akzeptiert wird. Möglicherweise hat der Klient selbst, wenn auch unwissentlich, dieses Verhalten antrainiert. Möglicherweise deckt sich das Verhalten auch nur nicht mit den Erwartungen oder Wünschen des Halters und wird daher als "problematisch" empfunden.

Der Alltag und die Lebenswelt des Hundes sind von der seines Halters nicht zu entkoppeln. Die Bezugsperson erschafft und steuert im Grunde alle Lebensbereiche des Hundes, vom Wach-Schlaf-Rhythmus bis hin zu den Lösephasen. Dieser Faktor wird bei vielen Verhaltensanalysen nicht genug berücksichtigt.

Erst wenn all diese unterschiedlichen Aspekte klar differenziert und benannt werden können, ist eine fundierte Verhaltensanalyse, die die Identifikation von echten Verhaltensstörungen und ihren Ursachen zulässt, möglich.

Im Zuge der Ausbildung zum Verhaltensberater werden Sie also nicht nur lernen, alters-, rassen-, geschlechts- und umweltspezifisches Normalverhalten zu erkennen, sondern in besonderem Maße auch den Halter mit seinen Grenzen und Möglichkeiten, ebenso wie seiner Lebensumwelt und deren Auswirkungen auf das Verhalten der Hunde bei Ihren Analysen ins Kalkül zu ziehen und basierend auf diesen Erkenntnissen hoch individuelle Trainings- und Therapiekonzepte zu entwerfen.

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