Tierpsychologie allg.

Tierpsychologie Ausbildung

Tierpsychologie Ausbildung

Tierpsychologie Ausbildung

Zur Geschichte der ATN Ausbildung Tierpsychologie

1995 wurde von der Akademie für Tiernaturheilkunde die erste Tierpsychologie-Ausbildung in Europa angeboten. Die Ausbildung begann damals fast ausschließlich mit Referenten, die Hochschuldozenten und bekannte Biologen waren und heute erfolgreiche Professoren sind. Dennoch war diese Ausbildung damals noch ein Kuriosum. Erst als sich andere, zum Teil berühmte Forscher wie Dr. Erik Zimen, der Amerikaner Prof. Henry Askew und die in Südafrika lebende Dr. Mircea Pfleiderer sowie weit mehr als zehn weitere Autoren dabei engagierten, bekam die Ausbildung Tierpsychologie ihre verdiente Anerkennung. Durch die Vernetzung mit weiteren Wissenschaftlern, die direkt in der freien Wildnis an Tieren forschten, erhielt die ATN die Möglichkeit für die Ausbildung, wissenschaftliche Unterlagen, z. B. von Dr. Zimen, Dr. Klinghammer (USA) und Prof. Leyhausen, der in Afrika forschte, in die eigenen Lernunterlagen einzubinden. 1996 konnte die ATN als Schweizerische Schule die Ausbildung Tierpsychologie von der ZFU in Deutschland staatlich zulassen.

Im Laufe der Zeit stieg das gesamte Wissen so an, dass es an der Zeit war, die Ausbildung in Spezialisierungen zu gliedern. So entstand aus der Ausbildung Tierpsychologie die Tierverhaltensberatung und die Ausbildung zum Hundetrainer. Auch wurde durch die Tierpsychologie die Methodik der Homöopathie bei der ATN revolutioniert, wodurch sie endlich selbst bei den Tiermedizinern Anerkennung fand.

Mittlerweile gibt es auf diesem Gebiet viele Lehrgänge auf dem Bildungsmarkt, bei denen die Lernziele einer Tierpsychologie Ausbildung nicht mit den Inhalten übereinstimmen. Die Tierpsychologie Ausbildung ist kein Container, der Abfallprodukte anderer Lehrgänge schlucken kann. Ein kritischer Blick ist hier also angebracht. Man muss beachten, dass die Tierpsychologie oder Verhaltensbiologie eine Wissenschaft ist, die nur von kompetenten Wissenschaftlern und Naturforschern vermittelt werden kann. Die Autoren und Dozenten sind die wahre Referenz für solche Lehrgänge.

Was versteht man unter Tierpsychologie?

1850 erschien in der Tierärztlichen Zeitung des Herausgebers C. H. Fuchs ein Artikel über die Notwendigkeit eines selbständiges Faches Tierpsychologie an den tierärztlichen Hochschulen. Durch die zahlreichen Diskussionen, die daraufhin stattfanden, etablierte sich damals der Begriff in wissenschaftlichen Kreisen. Diese Diskussionen zeigen auch, wie stark man sich schon damals bemühte, das Erleben der Tiere und deren Gemütsqualitäten zu begreifen und zu beschreiben. Die eigentliche Entwicklung der Tierpsychologie geht auf verschiedene „Schulen“ zurück, die zwischen 1900 und 1945 entstanden und sich mit dem Verhalten von Tieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln befassten. So entstanden verschiedene Richtungen wie Vitalisten, Reflexologen, Purposivisten, Behavioristen u.a. Auch Forschungsgebiete wie die Umweltforschung nach Jakob von Uexküll und die Gestaltpsychologie boten die Grundlagen für die moderne Verhaltensforschung.

Am 10. Januar 1936 wurde in Berlin unter Mitwirkung von Behörden die "Deutsche Gesellschaft für Tierpsychologie" gegründet, u.a. um die Erforschung der Tierseele zu ergründen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Arbeitsgebiet unter anderem durch die Verquickung mit dem Nationalsozialismus in Ethologie umbenannt. In den Jahren 1950 - 1960 gebrauchten Forscher wie Lorenz und Tinbergen anfangs das Wort „ Tierpsychologie" noch, ersetzten es aber später durch „Ethologie" und versahen es mit einem anderen Kontext.

Tierpsychologie heute

Heutzutage steht fest, ohne Tiere zu vermenschlichen, dass tierisches und menschliches Verhalten auf den gleichen Grundlagen basieren. Dies konnte durch neue Forschungszweige wie Anthropologie und Genetik inzwischen einwandfrei bewiesen werden, und die Evolutionstheorie wurde auf eine solide, naturwissenschaftliche Basis gestellt.

Seit dem ersten Ausbildungsgang „ Tierpsychologie" hat sich allein die Bedeutung des Begriffs „ Tierpsychologie" schon durch Tausende ATN-Absolventen im deutschsprachigen Raum verändert. Heute wird er meistens nur dann verwendet, wenn das Verhalten eines Tieres von dem zu erwartenden „Normalverhalten“ seiner Spezies abweicht. Da die Variabilität des Normalverhaltens bei verschiedenen Tieren unterschiedlich ist, müssen diese Themen der Verhaltensbiologie ebenfalls unterrichtet werden und nicht nur die Spezielle Ethologie. Hier wird gelernt, wie Ethogramme entstehen, mit denen wir uns später im Bereich der Speziellen Ethologie beschäftigen. Denn erst wenn das gesamte Verhaltensrepertoire eines Tieres bekannt ist, kann man sich mit dem abweichenden Verhalten beschäftigen.

Die Tierpsychologie Ausbildung bei der ATN ist als einzige durch den Verband der Tierpsychologen und Tiertrainer, den VDTT, anerkannt. Durch zahlreiche Kooperationen und Aktivitäten ist die Zugehörigkeit zum Verband von großem Vorteil für Praktiker. Unsere Absolventen können nach der bestandenen Abschlussprüfung die Mitgliedschaft erwerben. Die Ausbildung Tierpsychologie wird in drei Spezialisierungen angeboten, die miteinander kombiniert werden können.

Kombinationsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Lehrgängen der Tierpsychologie

Ausbildung 1: Studium der Hundeverhaltensberatung

Ausbildung 2: Studium der Tierpsychologie Spezialgebiet Katze

Ausbildung 3: Studium der Tierpsychologie Spezialgebiet Pferd

Ausbildung 4: Studium der Tierpsychologie Spezialgebiet Hund

Der Tierpsychologie Beruf - Video

Unter der Tierpsychologie verstehen wir heute die angewandte Ethologie oder die spezielle Verhaltensbiologie. Der eigentliche Begriff „Psychologie“ beschäftigt sich mit dem Denken und Gefühlsleben, also der Eigenwahrnehmung, die sich Dritten entzieht, weil sie subjektiv aus der Perspektive von betroffenen Personen beobachtet und beschrieben werden kann.

Der Begriff "Tierpsychologie" ist historisch zu begründen, als sich Ende des 19. Jahrhunderts Forscher darum bemühten, das innere Erleben der Tiere zu analysieren. Da in den Fokus der Ausbilder auch kognitive Prozesse, Lernen und Gedächtnis in Verbindung mit individuellem Verhalten und deren Variabilität gerückt sind, hat die Bezeichnung "Tierpsychologie" ihre Berechtigung.

Der Beginn einer tierischen Karriere!

Jetzt Infomaterial anfordern. Der Einstieg in eine Ausbildung an der ATN Akademie für Tiernaturheilkunde ist jederzeit möglich.

Soziale Netzwerke