Über uns

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Über die Akademie für Tiernaturheilkunde

Es gibt Berufe, die so selbstverständlich in unserer Gesellschaft angekommen sind, dass man sich kaum vorstellen kann, sie früher einmal nicht gekannt zu haben. Rückblickend stellt sich eine Frage: Wer hat’s erfunden? Für nicht wenige Tierberufe ist die Antwort ganz einfach: keine geringere Institution als die ATN selbst.

Die ATN ist seit jeher Vorreiter - für Ideen, Inhalte, Konzepte, Lernformen. Wenn es etwas gibt, was wir richtig gut können, dann ist das querdenken. Und: etwas wagen, ganz gleich, was wer auch immer darüber denkt.

Genauso ist die Tierpsychologie vor gut 30 Jahren aus der Versenkung aufgetaucht: Wir haben sie einfach geholt. Zugegeben, wirklich „einfach“ war das nicht, und es gab eine Menge Leute, die uns ziemlich ausgelacht haben. Tierpsychologie, Hunde und Katzen auf der Couch! Wo hochrangige Wissenschaftler doch einst gute Gründe hatten, vom Begriff der Tierpsychologie wegzugehen und die Erforschung tierlichen Verhaltens „Ethologie“ zu nennen.

Was diese Leute vergessen hatten, war, dass wissenschaftliche Erkenntnisse an die Möglichkeiten ihrer jeweiligen Zeit gebunden sind und Wissen immer nur für den Moment abbildet, was man zu wissen glaubt. Wissenschaft schafft neues Wissen, einschließlich der Erkenntnis, dass man es in der Vergangenheit manchmal vielleicht nicht besser wissen konnte.

Heute wissen wir: Ja, Tiere haben etwas, das man Psyche nennen muss, ja, sie haben Emotionen und ja, sie können denken. Vor diesem Hintergrund sind wir gerade schon wieder einen Schritt weitergegangen und haben die humanmedizinische Klassifikation der psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen nach ICD-10 auf ihre Anwendbarkeit auf und ihre Parallelen bei Tieren abgeklopft. Wenn Sie bei uns Hundetrainer, Verhaltensberater oder Verhaltenstherapeut werden, stoßen Sie in Ihren Lehrgangsunterlagen des Öfteren auf Hinweise und Erläuterungen zu ICD-10 Codes, die beim Tier eine Rolle spielen können. Und damit Sie das auch alles verstehen, trichtern wir Ihnen in unseren Ausbildungen nicht nur einfach irgendwelche Methoden und „Patentrezepte“ ein, sondern lassen Sie wirklich eintauchen ins Tier, psychisch wie physiologisch. Denn mittlerweile lassen sich Dinge wissenschaftlich beweisen, die man bis vor wenigen Jahren noch glaubte, niemals beweisen zu können. Aber wie sagt der bekannte kognitive Ethologe Marc Bekoff immer so treffend: Ein Mangel an Beweisen ist kein Beweis fürs Gegenteil. Deshalb hört ja auch keiner auf, zu forschen.

ATN Akademie Zentrum

Forschung an der ATN

An der ATN machen wir das übrigens auch: Forschen. Wir unterhalten eigene Forschungsprojekte und binden hier auch interessierte Schüler und Absolventen ein, in die Durchführung ebenso wie in die Teilnahme und Auswertung. Eines unserer Highlights ist hier das Projekt „Bello allein zu Haus“, in dem wir der Frage nachgehen, was Hunde eigentlich so alles treiben, wenn ihre Halter nicht daheim sind. Nirgendwo sonst haben Menschen außerhalb von Universitäten die Möglichkeit, in echte Forschungsprojekte eingebunden zu werden.

Unsere Forschungsprojekte betreut Dr. Kurt Hammerschmidt, der nicht nur leitender Wissenschaftler der Abteilung Kognitive Ethologie am Deutschen Primatenzentrum der Uni Göttingen ist, sondern der ATN verbunden seit der ersten Stunde: Kurt Hammerschmidt war bereits in jenem Team ein führender Kopf, das Ende der 1980er Jahre die Tierpsychologie als ersten ATN-Lehrgang überhaupt ausgestaltete. Zum Team gehörten u.a. auch Prof. Dr. Gotfried Widenmann, Prof. Dr. Herrmann Bubna-Littitz sowie Dr. Julia Fischer und Dr. Marc Naguib, die heute ebenfalls erfolgreiche Professoren sind. Mit Erik Zimen kam einer der bekanntesten Urväter der Kynologie hinzu und mit Dr. Mircea Pfleiderer die persönliche Mitarbeiterin des bekannten Katzenforschers Dr. Paul Leyhausen. Der entscheidende Hinweis, wie man die Tierpsychologie in ein Studium gießen kann, kam von einer damals international renommierten Berühmtheit: Prof. Dr. Günter Tembrock (1918 – 2011). Der Zoologe, Verhaltensforscher und Autor hatte 1948 in Berlin die erste deutsche Forschungsstätte für Ethologie gegründet und neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Humboldt Universität Berlin Europas größtes Tierstimmenarchiv aufgebaut.

Die ATN wurde die erste Schule im deutschsprachigen Raum, an der man einen Lehrgang Tierpsychologie belegen und sowohl die Allgemeine Ethologie als auch die Spezielle Ethologie von Hund, Katze und Pferd studieren konnte. Sie war auch die erste Schule überhaupt, die Lehrgänge in Tierverhaltensberatung und Tierpsychosomatik, in Erlebnispädagogik für Mensch und Tier, Hundeverbandsmanagement, Hundetouristikmanagement und Hundewissenschaften anbot. Wenn andere nachziehen, ist das ok – wir sind dann ohnehin schon wieder unterwegs zu neuen Ufern. Und das nicht nur hinsichtlich der Entwicklung von neuen Lehrgängen und Weiterbildungen, sondern auch in Bezug auf die inhaltliche Arbeit bei bestehenden Ausbildungen. Hier wird ständig gefeilt und aktualisiert, ergänzt und aufgepeppt, und Dank ConnectiBook steht Ihnen jedes Detail immer und sofort zur Verfügung – Ihre „Skripte“ veralten nicht.

In diesem Sinne: Springen Sie auf!

Übrigens:
Über die Jahre entstand im eigenen Verlag der ATN wissenschaftliche Literatur, die nunmehr an die 300 Werke umfasst. Dazu selbst erstellte über 1000 gedrehte Videos bereichern das Lehrmaterial. Dabei sorgt die ATN nicht nur für Inhalte und Konzepte, sondern auch mit dem innovativen und gut durchdachten E Learning System für neue, attraktive Lernformen – insbesondere hinsichtlich multimedialer, ortsunabhängiger und vernetzter Wissensvermittlung.

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