Praxis

Praxis der Assistenzhundetrainer Weiterbildung nach dem INDI-Konzept

Praxis der Assistenzhundetrainer Weiterbildung (INDI-Konzept) Praxis der Assistenzhundetrainer Weiterbildung (INDI-Konzept)

Wie ist der praktische Teil der Weiterbildung gestaltet?

Der Weiterbildungslehrgang ist durchzogen von einer Vielzahl praktischer Elemente. Neben den 26 Skripten gibt es diverse Praktika und Praxisseminare, die absolviert werden müssen.

Die Skripten an sich beinhalten zahlreiche Hausaufgaben, die zeitnah eingereicht werden müssen. Diese sollen aber keine Lernkontrolle darstellen, sondern geben Ihnen vielmehr die Möglichkeit, sich intensiv mit der Materie auseinander zu setzten, sich Ihre eigene Meinung zu bilden und Ihnen erste Einblicke in ihre zukünftigen Aufgabenbereiche als Assistenzhundetrainer zu geben. Daher gibt es bei den Hausaufgaben auch keinerlei Bewertungssystem, sondern ein individuelles, konstruktives Feedback ihres Tutors.

Assistenzhundetrainer Präsenz-Praxisseminare

Während der Ausbildung zum Assistenzhundetrainer absolvieren Sie insgesamt drei Präsenz-Praxisseminare. Diese erstrecken sich jeweils über drei Tage und finden in der Regel von freitags bis sonntags statt. Während dieser drei Tage werden die vorab definierten Krankheitsbilder mit den dazugehörigen sinnvollen Assistenzaufgaben besprochen und erarbeitet. Die Inhalte der Praxisseminare orientieren sich an der Reihenfolge der freigeschalteten Skripten, sodass diese ausschließlich in der vorgegebenen Reihenfolge absolviert werden können. Um einen einheitlichen Wissenstand der Schüler zu gewährleisten, müssen die Skripten im Vorfeld erarbeitet und die darin enthaltenen Hausaufgaben vor Teilnahme an dem entsprechenden Seminar eingereicht worden sein. Die Hausaufgabenbesprechung nimmt einen wichtigen Teil innerhalb der Praxisseminare ein.

Während der Seminare werden einige der Assistenzaufgaben vor Ort trainiert. Dazu können Sie entweder ihren eigenen Hund kostenlos mitbringen oder Ihnen kann unter Umständen ein geeigneter Hund zur Verfügung gestellt werden. Außerdem werden Sie während der Praxisseminare dazu angehalten, sich selbst auf verschiedenste Weise "zu beeinträchtigen". Sie werden dadurch ganz neue Erkenntnisse, Ideen und Meinungen bezüglich des Trainings und des Aufbaus bestimmter Assistenzaufgaben entwickeln.

Sie lernen zudem die Kernaufgaben der jeweiligen Beeinträchtigung zuzuordnen, zu definieren und diese für den Klienten zu formulieren. Es werden Fallbeispiele besprochen, dazugehörige Assistenzaufgaben beschrieben und Trainingspläne erstellt. Zu guter Letzt werden diese dann sowohl trainiert, als auch angeleitet.

Folgende Themen werden in den Seminaren behandelt:

Block 1

  • Begleithunde für Menschen mit Beeinträchtigungen des Gehörs
  • Assistenzhunde für Menschen mit Diabetes und Epilepsie

Block 2

  • Assistenzhunde für Menschen mit psychischen und
  • psychosomatischen Erkrankungen
  • Assistenzhunde für Menschen mit Störungen im Autismus-Spektrum

Block 3

  • Assistenzhunde für Menschen mit Beeinträchtigungen des Sehsinns
  • Assistenzhunde für lebenspraktische Fähigkeiten

Assistenzhundetrainer Praktika

Neben diesen Praxisseminaren gibt es zwei Praktika, die sich wiederum in unterschiedliche Phasen gliedern. Die Praktika können Sie zu jedem Zeitpunkt ihrer Weiterbildung absolvieren. Ziel der Praktika ist es, Ihnen einerseits den Alltag und die Lebensumstände der beeinträchtigten Menschen näherzubringen und sich damit auseinanderzusetzen. Andererseits sollen Sie schon erste Erfahrungen im Umgang mit beeinträchtigen Menschen und dem Anleiten von Assistenzaufgaben sammeln.

Das Praktikum 1

Das Praktikum 1 gliedert sich in drei unterschiedliche Phasen.

Phase 1: Hier sollen Sie sich eine Einrichtung suchen, die den Umgang mit beeinträchtigen Menschen pflegt. In dieser Einrichtung sollen Sie nun mindestens 10 Stunden in Form eines Praktikums oder einer Hospitation verbringen. Da Sie den Lehrgang überwiegend berufsbegleitend absolvieren, ist die zu investierende Zeit überschaubar ausgewählt. Wenn Sie die Möglichkeit haben, empfehlen wir Ihnen dringend, mehr Zeit zu investieren.

Phase 2: In dieser Phase sollen Sie selbst Erfahrungen sammeln, wie der Alltag mit einer Beeinträchtigung zu meistern ist. Für die Dauer von ein bis zwei Tagen “beeinträchtigen Sie sich selbst”. Das bedeutet, dass Sie zum Beispiel in der Zeit eine Dunkelbrille tragen und somit sehbeeinträchtigt sind. Oder Sie sind auf einen Rollstuhl angewiesen.

Phase 3: Sie fertigen einen Praktikumsbericht über Ihre Erfahrungen, überraschenden Erkenntnisse und Schwierigkeiten aus Phase 1 und 2 an. Diese Berichte reichen Sie der Lehrgangsleitung im Laufe ihrer Ausbildungszeit ein.

In der Phase 1 und 2 sind sie frei in der Wahl der Einrichtung und der Beeinträchtigung. Sie können sowohl die gleichen Beeinträchtigungen auswählen und die Erlebnisse aus unterschiedlichen Perspektiven berichten. Oder Sie wählen unterschiedliche Beeinträchtigungen, um so ein größeres Spektrum an Beeinträchtigungen kennenzulernen.

Natürlich können Sie auch mehr Zeit investieren oder unterschiedliche Einrichtungen besuchen. Je mehr Erfahrungen Sie sammeln können, desto besser.

Das Praktikum 2

Im zweiten Praktikum geht es darum, Assistenzaufgaben auszuwählen und anzuleiten. Dieses soll als Video in verschiedenen Trainingsstadien dokumentiert werden. Mit Hilfe der Lehrgangsleitung wählen Sie drei komplexe Assistenzaufgaben aus.

Diese sollten nach Möglichkeit aus dem Aufgabenbereich kommen, in dem Sie später tätig sein wollen. Dazu müssen Sie sich eine oder mehrere Personen suchen, der/denen Sie die drei Aufgaben erläutern und die Sie im Training dieser Aufgaben anleiten.

Die Aufgaben sollen über einen längeren Zeitraum trainiert werden, um die Entwicklung oder auch Schwierigkeiten, die sich im Training ergeben, per Video zu dokumentieren. Ziel dieses Praktikums ist es, Ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Können als Trainer zu vertiefen, individuell auf Herausforderungen zu reagieren, die Beeinträchtigung als Chance zu sehen und neue Denkweisen zu entwickeln. Nach Abschluss dieses Praktikums reichen Sie das Video bei der Lehrgangsleitung ein.

Sobald die Lehrgangsleitung das Video gesehen und auch die Berichte gelesen hat, erhalten Sie ein individuelles Feedback zu Ihren Aufgaben. So wissen Sie genau, wo ihre Stärken liegen und welche Bereiche ausbaufähig sind. Die eingereichten Berichte und Videos werden seitens der ATN in der Bürodatenbank dokumentiert.

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