Ausbildung Hundeverhaltensberatung

Ausbildung Hundeverhaltensberatung

Ausbildung Hundeverhaltensberatung

Differenzierung zwischen der Ausbildung Hundeverhaltensberatung und Hundeverhaltenstherapie

ATN unterscheidet zwischen Hundeverhaltensberatung und Hundeverhaltenstherapie. Die theoretischen wissenschaftlichen Grundlagen für die Verhaltensanalyse und alle Verfahren sind für beide Ausbildungsgänge gleich. Der Unterschied ist, dass die Verhaltenstherapie zusätzlich tierverhaltensmedizinisch relevante Themen beinhaltet. Damit ist das Spektrum der Verhaltensprobleme, mit denen sich der Hundeverhaltenstherapeut beschäftigt, breiter. Deshalb gibt es bei ATN zwei unterschiedliche Ausbildungsgänge: Tierverhaltensberatung und Tierverhaltenstherapie, die übrigens für besonders Anspruchsvolle miteinander kombinierbar sind.

Näheres lesen Sie weiter unter Ausbildung Hundeverhaltenstherapie

Konzept der Hundeverhaltensberatung

Die Ausbildung der Hundeverhaltensberatung beschäftigt sich mit Problemverhalten und seinen Auslösern sowie den Begleitumständen und Funktionen des Verhaltens, wobei im Vordergrund aktuelles und vorhandenes Verhalten analysiert wird.

Die Hundeverhaltensberatung verfolgt die Idee des Black-Box-Modells, das besonders gut auf die Tierverhaltensberatung zugeschnitten ist. Dieses Modell hat sich in der Humanpsychologie von der Tiefenpsychologie mit der Begründung abgegrenzt, dass die psychischen Vorgänge der Patienten subjektiv und für Therapeuten undurchschaubar sind.

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Das Konzept der Hundeverhaltensberatung geht davon aus, dass problematisches Verhalten primär das Ergebnis von Lernprozessen und genetischen Veranlagungen ist und durch geschicktes, von Therapeuten gelenktes Verhaltenstraining, das auf gesteuertes Neulernen, Umlernen und Verlernen beruht, verändert werden kann. Die Ausbildung Hundeverhaltensberatung lehrt Verfahrensweisen, die auf Lerntheorien beruhen und dauerhafte Erfolge versprechen, die ohne eine Arzneimitteltherapie möglich sind.

Die entscheidende Qualität eines Hundeverhaltensberaters ist die kompetente Hilfestellung für Tierbesitzer hinsichtlich der Umsetzung eines individuellen Therapieplanes, der im Detail vom Hundeverhaltensberater ausgearbeitet wird und laufend an die Fortschritte bei der Lösung des Verhaltensproblems und an die Entwicklung der Beziehung zwischen Hund und Mensch angepasst wird.

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Begriffsdefinitionen

Da wir in der Ausbildung die Verhaltenstherapie von der Verhaltensberatung unterscheiden, ist es sinnvoll, diese Begriffe zu erklären.

Gegenstand der Tierverhaltensberatung ist die Verhaltensmodifikation von unerwünschten Verhaltensweisen, die bei Tieren keine Relevanz für die Gesundheit darstellen, aber oft nur für die Halter unerwünscht sind, soziale Konflikte verursachen oder Interaktionen mit der Umwelt zum Problem werden lassen.
Beispiele: Betteln am Tisch, Jagdverhalten, Probleme bei Leinenführigkeit, Streunen, Ungehorsam, usw.

Gegenstand der Tierverhaltenstherapie sind zusätzlich verhaltenstherapeutische Maßnahmen zur Änderung eines gesundheitsschädigenden Verhaltens sowie das Erkennen von psychosomatischen Verknüpfungen. 

Verhalten und Körper sind untrennbar miteinander verbunden, so dass Veränderungen auf der körperlichen Ebene zu Veränderungen auf der Verhaltensebene führen können und umgekehrt. Aus diesem Grund dürfen bei der Bearbeitung von Verhaltensproblemen die Suche nach körperlichen und medizinischen Ursachen nicht ausgeblendet und bei der Beurteilung von körperlichen Problemen die Suche nach Ursachen im Verhalten nicht vernachlässigt werden

Beispiel: Trichopillomanie, Leck-Zwang, Automutilation, Angst/Phobie, somatisiertes Stress-Syndrom, Koprophagie, Anorexie, Antriebslosigkeit, senile Kognitive Dysfunktion u.a.

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Es gibt Bereiche, in denen ein Verhalten je nach Intensität und Somatisierungsgrad fließend zwischen unerwünscht bis hin zu störend und krank machend einzuordnen ist und unterschiedliche Maßnahmen benötigt. Dies zeigt, dass jegliche Klassifizierung die wir in unserer Ausbildung vornehmen, nur in gewissem Rahmen logisch und nachvollziehbar ist, aber auch, dass der Hundeverhaltenstherapeut ein breiteres Spektrum von Verhaltensstörungen abdecken kann. Durch diese Aufteilung entstehen zwei Ausbildungslevel, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade haben. Die Themen der Verhaltenstherapie, die im Bereich der Tierverhaltensmedizin liegen, öffnen neue Dimensionen in der Verhaltensberatung und ermöglichen auch das Handeln bei gesundheitsstörendem Verhalten und psychosomatischen Erkrankungen.

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Die Ausbildung Hundeverhaltensberatung umfasst:

  • 26 sehr umfangreiche Lektionen des Fernlehrganges Hundeverhaltensberatung
  • 20 Auswertungen der Hausaufgaben
  • Viele Videos und Videoseminare, die Ihre Ausbildung erheblich unterstützen
  • Fakultativ bis zu 50 Seminare und Praxisworkshops
  • Online-Zeitung mit Fachartikeln und VT-Fallbeschreibungen
  • Von Dozenten betreutes Schülerforum, Audiodateien zum Downloaden

Lernziel der Ausbildung Hundeverhaltensberatung

Das zentrale Lernziel der Ausbildung ist die Vermittlung von verhaltensbiologischen und lernpsychologischen Themen, die zur  Hundeverhaltensberatung befähigen. 

Die Theorie wird durch den Fernlehrgang mit 26 Lektionen (23 Sendungen) und Videoseminaren vermittelt, was zum Abschluss Hundeverhaltensberater führt.

Um die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Hunden und mit Kunden zu stärken, sollten auch Praxisseminare zur Erziehung und zum Ausdrucksverhalten sowie zur Kommunikation mit Kunden sowie Verhaltensberatung besucht werden (fakultative Seminare).

Methoden

In der verhaltenstherapeutischen und -beratenden Praxis werden vor allem folgende Trainingstechniken angewendet:

  • Desensibilisierung
  • Gegenkonditionierung
  • Markertraining
  • konditionierte Entspannung
  • Shaping
  • Arbeit an den Emotionen des Hundes
  • Training zur Erhöhung der Frustrationstoleranz
  • Training zur Verbesserung der Impulskontrolle
  • Aufbau von Alternativverhalten

Zielgruppe

Die Ausbildung richtet sich an solche Personen, die später eine Tätigkeit in der Verhaltensberatung für Hunde ausüben möchten. Für bereits praktizierende Hundetrainer, Ausbilder und Mitarbeiter im ehrenamtlichen Bereich, in Hundevereinen und im Tierschutz ist dieser Studiengang eine ideale Möglichkeit, das eigene Wissen zu vertiefen, um in der alltäglichen Arbeit mit Hunden auf dem neuesten Kenntnisstand zu sein, damit z. B. die Besitzer kompetent und angemessen bei Angst- und Aggressionsproblematiken mit ihren Hunden unterstützt werden können.

Der gesamte Lernstoff ist trotz des wissenschaftlichen Stils allgemein verständlich und aufeinander aufbauend, sodass wir bei Ihnen keine fachlichen Vorkenntnisse voraussetzen. Allerdings ist Erfahrung mit Tieren als Halter, Züchter oder noch besser Ausbilder sehr wünschenswert, aber nicht Bedingung. Voraussetzung ist lediglich die Mittlere Reife.

Praktische Ausbildung

Der durch die Deutsche staatliche Zentralstelle für Fernunterricht zugelassene Fernlehrgang bietet heute sicherlich die beste theoretische Ausbildung im Bereich der Verhaltensberatung. Wer schon über praktische Erfahrung als Hundetrainer verfügt, findet leicht einen schnellen Anschluss an die Tätigkeit als Hundeverhaltensberater. Alle anderen, die keine Erfahrungen als Hundetrainer sammeln konnten, erhalten die Möglichkeit, sich durch Seminare und Praktika individuell zu aktualisieren, um Praxistauglichkeit zu erwerben. Mit diesem ergänzenden Angebot vermeiden wir ein starres Ausbildungskonzept, das Inhalte aufzwingt, die einem praxiserfahrenen Teilnehmer bereits bekannt sind.

Mittlerweile werden durch verschiedene Behörden Mindestvoraussetzungen von den Hundetrainern verlangt, wenn sie staatliche Aufgaben ausüben wollen. Ein ähnlicher Wandel erlebt auch der Hundeverhaltensberater. Da sich die ATN auch in Deutschland bei mehreren Stellen beispielsweise durch den VDTT oder die ATG und DEHB standespolitisch engagiert, wissen wir, dass auch der Hundeverhaltensberater demnächst einen entsprechenden Rahmen bekommt, der Mindestvoraussetzungen abststeckt. Der Fernlehrgang bietet die wichtigsten theoretischen Voraussetzungen; die Feinjustierung in der Praxisroutine erfolgt für alle individuell je nach Erfahrungsstand und aktueller gesetzlicher Anforderung über die Seminare und vor allem durch die Praktika. 

Der Lehrgang endet mit einer schriftlichen Prüfung. Damit wird Ihnen Ihre theoretische Ausbildung bescheinigt. Wenn Sie sich zusätzlich einer mündlich-praktischen Prüfung unterziehen wollen, sollten Sie 5-12 Seminare und Praktika einplanen, falls Sie wenig Erfahrung mit Hundetraining haben. Nach der mündlich-praktischen Prüfung können Sie z. B. ohne besondere Aufnahmeprüfung in den VDTT aufgenommen werden.

Tätigkeitsfeld eines Hundeverhaltensberaters

Der Hundeverhaltensberater (behaviour counsellor) ist zuständig für die Ausarbeitung von Lösungen beim Auftreten unerwünschter Verhaltensweisen und Verhaltensprobleme, die das entspannte Zusammenleben zwischen Mensch und Hund beeinträchtigen und belasten.

Seine Tätigkeit beruht auf der Analyse des Verhaltens, der Suche nach den Ursachen und den Auslösern eines Problemverhaltens sowie einer kompetenten Beratung des Tierbesitzers hinsichtlich der konsequenten Durchführung einer Massnahme, die im Detail von dem Verhaltensberater ausgearbeitet wird. Ebenso wichtig ist die Stärkung der Beziehung zwischen Besitzer und Hund.

Die Übungen und Massnahmen werden in der Regel vom Besitzer selbst ausgeführt, unterstützt von weiteren Beratungen oder Übungseinheiten. Das Coaching des Tierbesitzers ist die wichtigste Aufgabe. Daher wird in der Ausbildung zum Hundeverhaltensberater verstärkten Wert auf Kommunikation und Konfliktmanagement mit Kunden gelegt.

Der HVB ist auf das betroffene Tier konzentriert und entwickelt für das Individuum konzepte zu verhaltensmodifikation. Das Geschäft rund um Hundeschule ist dagegen dem Hundetrainer vorbehalten.

Ausbildung Hundeverhaltensberatung und Hundeverhaltenstherapie?

Die Studenten der Ausbildung Hundeverhaltensberatung haben die Möglichkeit, mit nur einem geringem Aufpreis die Hundeverhaltensberatung um die die Hundeverhaltenstherapie mit tierverhaltensmedizinischen Themen aufzustocken, siehe Vertrag. Der Mehrwert dieser Ausbildung ist erheblich, da es sich um ein einmaliges Angebot zu diesen Themen handelt. Der Mehraufwand ist durch zusätzliche Präsenz- und Videoseminare für Berufstätige problemlos zu verkraften. Die Seminare finden in Deutschland und in der Schweiz statt.

Näheres lesen Sie unter Seminar Hundeverhaltenstherapie

 

 

NEU

Jetzt neu bei ATN: Ausbildungsgang Hundeverhaltenstherapie

Seit dem März 2014 bietet die ATN den neuen Ausbildungsgang Hundeverhaltenstherapie an, der ab sofort in Verbindung mit der Hundeverhaltensberatung wahrgenommen werden kann.
Alle Informationen zum Studiengang


Informationen zur Ausbildung Hundeverhaltensberatung

Autoren Hundeverhaltensberatung

Biologen, Tierärzte, Psychologen, erfahrene Kynologen, Praktiker und Wissenschaftler verschiedener Fakultäten unterstützen die ATN seit Jahren bei der Konzipierung und Durchführung verschiedener Lehrgänge.

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Lernpensum Hundeverhaltensberatung

Durch die kurze Beschreibung der Ausbildungsinhalte sowie die Zahl der Module, Lektionen und Themen können Sie sich einen guten Überblick über den Umfang und den Zeitaufwand der Ausbildung machen.

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Über uns

Wir nehmen nicht nur die Tiere in der Arche auf, sondern das Wissen unserer Referenten und Autoren, die unsere Ausbildungsgänge entwickeln. Auf diese Weise können wir dazu beitragen, dass den Tieren in Zukunft ein besseres Dienstleistungsspektrum geboten wird.

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Lehrgänge Vergleichen

Vergleichen Sie unsere Lehrgänge. Sie haben die Möglichkeit, 16 Tierberufe, die von der ATM und der ATN gelehrt werden, miteinander zu vergleichen. In die Ausbildung sind über 40 zum Teil weltweit bekannte Referenten und Autoren involviert.

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Allgemeine Informationen zur Anmeldung



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Haben Sie ernsthaftes Interesse an einen unserer Ausbildungsgänge? Dann werden diese detaillierten Informationen für Sie sicherlich besonders nützlich sein.

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Kreuzstrasse 10
8635 Dürnten in der Schweiz


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