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Studium der Tierpsychologie

Spezialgebiet Katze
 
 
Bedeutung der Tierpsychologie in der heutigen Katzenhaltung?
 
Katzen haben uns Menschen schon seit der Zeit alter Hochkulturen fasziniert. In Anbetracht der sich rasend schnell entwickelnden Naturwissenschaften ist jedoch inzwischen viel Mystik um die Katze verloren gegangen. Man betrachtet sie heute aufgrund einer geschickten Domestikation als Begleiter, Kumpan oder Familienmitglied. Studien haben ergeben, dass Katzen der Psyche des Menschen besonders in Krisensituationen gut tun. Katzenhalter fühlen sich weniger verlassen und einsam. Sie erleben die Anhänglichkeit und Treue der Katze als tröstlich und können im Umgang mit ihrem Tier entspannen und Stress abbauen. Durch solche Betrachtungsweise werden die Besitzer den Tieren aber oft nicht gerecht, weil sie diese allzu antropomorph betrachten. So wird die Partnerschaft oftmals durch entstehende Ambivalenzen gestört und der Katze voreilig eine Verhaltensstörung unterstellt.

Heute haben Katzen einen ganz anderen Stellenwert in der Familie als noch vor Jahren. Dadurch ist der Bedarf an Fachleuten, die sich mit diesen Themen beschäftigen, gestiegen. Da die Zahl der Katzen als Haustiere im Verhältnis zur Hundepopulation weiter zunimmt und der Trend sich in einigen Jahren sicher noch weiter fortsetzt, wird auch die Nachfrage nach kompetenten Fachleuten, die sich mit der Verhaltensbiologie der Katze beschäftigen, weiter ansteigen.

Ziele des Studiums der Katzenpsychologie
Ziele des Studiums sind:

1. Erwerb von Grundlagen der Verhaltensbiologie der Katzen
2. Erwerb von Kenntnissen, die eine eigene Verhaltensforschung bei Katzen ermöglichen
3. Verhaltensstörungen zu erkennen und zu behandeln

Zielgruppe
Alle, die an der Verhaltensbiologie der Katze interessiert sind und Verhaltensberatung und -therapie praktizieren möchten

Ausbildungsziel
Ausbildungsziel ist der Erwerb von fundiertem Wissen und praxisbezogenen Fähigkeiten im Bereich der Verhaltenstherapie für Katzen.
Katzen lassen sich anders als Hunde erziehen und therapieren. Eine dem Hundetrainer entsprechende Tätigkeit findet sich daher bei Katzen nicht. Im Vordergrund der Verhaltensberatung stehen die Beurteilung des Verhaltens nach ethologischen Gesichtspunkten sowie eine Therapie durch entsprechende Umweltveränderungen und Instrumentalisierung der Lerntheorien.
Um die Verhaltensweisen zu entschlüsseln, die der Katzenbesitzer bemängelt, sind ausgezeichnete Kenntnisse der Materie gefragt. Nur ein solides, auf die Grundlagen der allgemeinen und speziellen Ethologie aufgebautes Studium der Katze führt zu einer erfolgreichen Therapie. Oftmals reicht es jedoch, wenn der Tierpsychologe den Besitzer einfach über den Ursprung der Verhaltensstörung aufklärt.
 
Der Verlauf der Ausbildung Katzenpsychologie
Der Fernlehrgang Katzenpsychologie beginnt mit den Grundlagen der Ethologie, so dass das Wissen eines jeden Teilnehmers, der nicht vom Fach ist, systematisch aufgebaut wird. Nur den Biologen ersparen wir dieses Kapitel, da sie schon während ihres Studiums diese Themen durchgearbeitet haben. Sie können sich gleich mit der speziellen Psychologie der Katze beschäftigen. Um die Tierpsychologie der Katze zu erlernen, muss man sich mit der ihrer wilden Vorfahren näher beschäftigen. Was ist faszinierender als ein Studium dieser perfekten Jäger in ihrer natürlichen Umgebung? Deshalb haben wir als Autorin der wichtigsten Lektionen dieses Ausbildungsganges eine Wissenschaftlerin engagiert, die aus eigenen Erfahrungen berichten kann, weil sie die wilden Feliden in ihrer natürlichen Umgebung selbst studiert - Frau Dr. Mircea Pfleiderer.

Über vier Jahre verbrachte sie in Südafrika, um dort Beobachtungen zu machen. Sie ist Autorin vieler Publikationen und war langjährige Mitarbeiterin von Prof. Dr. Leyhausen, einem der bekanntesten Verhaltensforscher auf dem Gebiet der Katzen.

Für diesen Lehrgang drehte sie umfangreiches Filmmaterial, welches das Lernen unterstützen soll. Darüber hinaus dürfen wir aus dem Nachlass von Prof. Leyhausen einige seltene und zum Teil noch nicht publizierte Aufnahmen verwenden.

Mit dem Anspruch auf Vollständigkeit schildert die Autorin in ihren Lektionen zur  Tierpsychologie der Katze präzise alle Merkmale des Verhaltensinventars der Feliden. Beobachtungsaufgaben, die Schüler anhand von Filmen durchführen, lassen sich besser vom Lehrer korrigieren und sind für die Schüler durch erneutes Betrachten sehr gut nachzuvollziehen. Durch ein speziell den Zoo-Tieren gewidmetes Kapitel kommt man den ersten Verhaltensstörungen bei in Gefangenschaft gehaltenen Feliden schnell auf die Spur.

Nach dem Studium der wild und in Gefangenschaft lebenden Feliden folgen Themen, die sich ausschließlich auf die domestizierte Katze beziehen. Besonders viel Raum wird dem Kapitel gewidmet, das die Lernfähigkeit, aber auch das Denkvermögen der Katze abhandelt. Hier finden sich der Schlüssel zur Therapie von Verhaltensstörungen sowie die Grundlagen für die Beurteilung von Grundbedürfnissen und der Haltung von Katzen.
So gründlich ausgearbeitete Themen ermöglichen Ihnen eine kompetente Beratung der Tierhalter hinsichtlich einer artgerechten Haltung, damit unerwünschte Verhaltensweisen vermieden werden können. Sollte es bei einer Katze zu einer Verhaltensanomalie kommen, muss diese therapiert werden. Wie dies durchgeführt wird, erfahren Sie aus der vermutlich kompetentesten Quelle: Dr. H. Askew, ein amerikanischer Verhaltenstherapeut und Autor vieler Publikationen sowie eines Handbuches für Verhaltenstherapie, erklärt systematisch, welche Verhaltensstörungen bei Katzen auftreten und wie sie therapiert werden können.

Selbst periphere Themen wie die Praxisgründung und deren Organisation sind Gegenstand der Lektionen. Durch diese professionelle Einführung rückt die Selbständigkeit in greifbare Nähe.

Das Studium besteht aus sechs Lektionen der Ethologie und sechs Lektionen der speziellen Ethologie.
Die Lektionen werden anhand unserer Anweisungen durchgearbeitet. Die Hausaufgaben werden an uns zur Korrektur eingeschickt. Diese erhalten Sie mit belehrenden Kommentaren zurück. Das Studium wird durch sieben Filme bereichert, die zum grössten Teil speziell hierfür gedreht und zusammengeschnitten wurden.

Lektionen des Studiums der Katzenpsychologie:
Lektion 1: Geschichte der Ethologie und das Ethogramm
Lektion 2: Verhaltensphysiologie 1
Lektion 3: Verhaltensphysiologie 2
Lektion 4: Lernen/Gedächtnis
Lektion 5: Verhaltensökologie 1
Lektion 6: Verhaltensökologie2
Lektion 7: Biologische Herkunft, Die wilde Stammmutter, Das Sozialverhalten
Lektion 8: Sexualverhalten/Fortpflanzung, Beuteverhalten, Nahrungsaufnahme
Lektion 9: Domestikation, Katzen und Menschen
Lektion 10: Videolektion, Übungen zum Verhalten und Ethogramm
Lektion 11: Verhaltensberatung bei Katzen 1
Lektion 12: Verhaltensberatung bei Katzen 2
Lektion 13: Haltung der Katzen und haltungsbedingte Verhaltensstörungen
 
Art und Umfang des Lehrmaterials: (ca. 500 Std.)
13 Lehrbriefe, 5 Filme, 13 Monate Lehrgangsdauer. Wöchentliche Bearbeitungszeit: 10 Zeitstunden
 
Abschließendes zum Fernlehrgang der Tierpsychologie
Gilt für alle Lehrgänge: Hund, Katze und Pferd.   (Zum  Verhaltensberater und Hundetrainer bitte auf den entsprechenden Seiten einsehen)

Die Lektionen werden anhand unserer Anweisungen durchgearbeitet. Die Hausaufgaben werden an uns zur Korrektur eingeschickt. Diese erhalten Sie mit belehrenden Kommentaren zurück.
Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten Sie ein Abschlusszeugnis der Akademie für Tiernaturheilkunde als Nachweis Ihrer Kenntnisse auf dem Gebiet der Tierpsychologie.
Die Ausübung einer tierpsychologischen Beratung ist gesetzlich frei. Eine öffentlich rechtliche Anerkennung ist mit dem Bestehen der Prüfung oder dem Zeugnis nicht verbunden.

Der gesamte Lernstoff ist trotz des wissenschaftlichen Stils allgemein verständlich und aufeinander aufbauend, sodass wir bei Ihnen keine fachlichen Vorkenntnisse voraussetzen. Allerdings ist Erfahrung mit Tieren als Halter, Züchter noch besser Ausbilder/Trainer sehr wünschenswert, aber nicht Bedingung. Voraussetzung ist lediglich die Mittlere Reife.

Nach abgeschlossener Ausbildung sollte der Absolvent je nach eigener Erfahrung mit Tieren genügend Zeit für ein Praktikum investieren, am besten bei erfahrenen praktizierenden Absolventen der ATN. Bei der Suche nach einer geeigneten Praktikantenstelle in Ihrer Nähe können wir Ihnen behilflich sein. Erst durch den Einsatz des theoretischen Wissens in der Praxis wird sich zunehmend Routine und Sicherheit im Umgang mit den Kunden und ihren Tieren zeigen.


Die Ausbildung bei der ATN ist durch den VdTT e.V. in vollem Umfang anerkannt.
 
 

 

 

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