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Ausbildungsgang:  Hundeernährung

Die Ausbildung umfasst:

7 Lektionen mit  Hausaufgaben, MC-Tests und deren Korrektur

12 Videoseminare zur Anatomie und zu den Erkrankungen des gastrointestinalen Apparates als Grundlage für die Diätätik

Lernumfang ca. 300 Stunden

 

Definition

Die Ernährungslehre des Hundes beschäftigt sich mit der Zusammensetzung und Wirkung der Nährstoffe, die für die artgerechte Haltung des Hundes unter menschlicher Obhut erforderlich ist. Es handelt sich dabei um eine anspruchsvolle interdisziplinäre Wissenschaft, die aus Anatomie,  Physiologie (Nahrungsaufnahme, Verdauung, Resorption, Egestion, Verwertung),  Ethologie (Nahrungserwerb und Welpenpflege) besteht.

 

Allgemeines zur Ernährung des Hundes und des Lehrgangs

Erwachsene gesunde Hunde sind hinsichtlich ihrer Ernährung relativ anspruchslos und tolerieren eine knappe Versorgung, aber auch ein Überangebot an Nahrung verhältnismäßig gut. Ernährungsbedingte Erkrankungen sind selten geworden, vielleicht deshalb, weil Allein- und Ergänzungsfuttermittel weit verbreitet sind. Überraschenderweise nimmt das Bewusstsein der Hundehalter für präventive Ernährungs- und Gesundheitsverhalten zu, aber andererseits das traditionelles Wissen über Hunderenährung ab, weil sich die Hundebesitzer auf Fertigfutter verlassen und nicht mehr für ihre Hunde kochen, wie früher.

Dieser Lehrgang beinhaltet auch Themen, die auf die Katze bezogen sind. Bei beiden handelt es sich um Fleischfresser und die Unterschiede sind zwar gering, aber sehr wichtig. Die Erweiterung der Ernährungslehre auf die Katze ist aus ökonomischen Gründen geschehen, weil sich neben den auf Hunde bezogenen Themen nur mit einem geringen Aufwand auch die Ernährung der Katze erlernen lässt.

In den letzten fünf Jahren wächst stetig das Interesse an der Hundeernährung, so dass sich die Hundehalter immer häufiger an kompetente Personen wenden.  Der Lehrgang Hundeernährung erhöht Ihre Kompetenzen in dieser Materie und ermöglicht Ihnen eine Futterberatung. 

 

Inhalte des Lehrgangs

Im Lehrgang werden alle Themen der Ernährung besprochen, die wichtig sind. Hier einige Beispiele:

- Erarbeiten einer Bedarfsanalyse für Hunde aller Altersklassen

- Individuelle Futterpläne für gesunde Hunde zur artgerechten Bedarfsdeckung

- Anregungen und Tipps zur Umsetzung eines Futterplans bei Erwachsenen, Senioren, Welpen und Jungtieren

- Ernährung bei speziellen Bedürfnissen, z. B. bei Trächtigkeit, Laktation, erhöhter Leistungsbereitschaft, besonderer Haltung

- Ernährung des Hundes bei speziellen Aufgaben

- Erstellung des Ernährungsplans bei Stress und Hochleistungssport

- Optimierung bestehender Rationen

- Reduktionsdiäten

- Spezielle Futterpläne zur Begleitung tierärztlicher Therapien, z. B. bei Verdauungsstörungen, Futterunverträglichkeiten, Hyperaktivität, Magen-Darm-Problemen (Durchfall, Erbrechen), Nieren, Leber, Herz, Diabetes, Hauterkrankungen bei Futtermittelallergie, Übergewicht, Harnsteinen

- Beratung und Aufklärung bei speziellen Fütterungsregimes, wie beispielsweise Rohfütterung (BARFen) oder vegetarische Ernährung

- Ernährung und Verhalten

 

Leistungen

Die moderne Ernährungslehre beruht weniger auf Erfahrungen, sondern stützt sich haptsächlich auf Wissenschaften.  In dem Lehrgang werden viele dieser Felder angeschnitten. Um den Teilnehmern solide Grundlagen der Anatomie und Physiologie der Verdauung zu vermitteln, werden unterstützend zu den Lehrbriefen auch Seminarvideos zur Verfügung gestellt. Um die Diätätik und deren Ziele zu verstehen, wird zu den wichtigsten Erkrankungen ebenfalls Videounterricht in verständlicher Form angeboten.

Neben den 7 Lektionen und umfangreichen Skripten  stehen 12 Videoseminare zur Verfügung.

 

Dies sind die Lektionen und deren Inhalt

Lektion 1

Der Lehrgang beinhaltet sieben Lektionen und beginnt mit den Grundlagen der Anatomie und Physiologie der Verdauungsorgane der Fleischfresser. Diese Lektion ist sehr anspruchsvoll geschrieben und bedarf längerer Bearbeitungszeit. Sie bereitet ideal auf weitere Themen vor, die sich auf die Ernährung beziehen.

 

Lektion 2
Kenntnisse über die einzelnen Nährstoffe und ihre Aufgabe sowie ihr Metabolismus im Organismus sowie das Verständnis davon, welchen Einfluss die verschiedenen Nährstoffe haben, sind wichtig, um zu begreifen, welche Fehler in der Ernährung gemacht werden können. So kann man auf die unterschiedlichen Fehlfunktionen des Organismus nutritiv Einfluss nehmen. Auch werden die Grundlagen vermittelt, wie sich der Energiebedarf eines Tieres zusammensetzt und wie man diesen berechnen kann. Wie der Energiebedarf genau von den verschiedenen Umweltfaktoren oder der körperlichen Beanspruchung beeinflusst wird, ist im Folgenden in den entsprechenden Kapiteln genauer erklärt.

Weiterhin werden die gesetzlichen Grundlagen kurz erläutert. Diese zu kennen, kann bei der Beurteilung kommerziell hergestellter Futtermittel helfen. Vor allem wird es dem angehenden Ernährungsberater so ermöglicht, gegen verschiedene bestehende Vorurteile besser zu argumentieren, auch dadurch, dass er weiß, wo bei Unklarheiten in futtermittelrechtlichen Belangen nachgeschlagen werden kann. Ganz besonders wichtig ist die Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen, falls man selbst Futtermittel für Hunde und Katzen herstellen und vertreiben möchte.

 

Lektion 3

widmet sich der Futtermittelkunde. In dieser Lektion wird auf die Einteilung der Futtermittel eingegangen. Es wird erläutert, was ein Einzelfuttermittel, ein Beifutter, ein Ergänzungsfuttermittel etc. ist. Weiterhin werden einige gängige Futtermittel genau beschrieben und ihre Gehalte an Nährstoffen aufgelistet,damit der angehende Gesundheitsberater in die Lage versetzt wird, Rationen selbst zu gestalten. Die genauen Angaben, die zu den aufgelisteten Einzelfuttermitteln gemacht werden, sind notwendig, damit ausgewogene Rationen erstellt werden können und der zukünftige Gesundheitsberater in der Lage ist, auch Futter für Tiere zu konzipieren, die besonderen Belastungen ausgesetzt oder krank sind. Die Listen sind ein wichtiges Werkzeug, um die Nährstoffgehalte des Futters nach den Bedürfnissen des jeweiligen Tieres modifizieren zu können.

 

In Lektion 4

wird nun über die Ernährung von Hund und Katze gesprochen, wobei auch die Besonderheiten in der Ernährung der Katze erläutert werden. In dieser Lektion wird nur der durchschnittliche, normaleErhaltungsbedarf angesprochen. Die Kenntnis des Erhaltungsbedarfs dient als Grundlage, von der ausgehend der Bedarf unter besonderen Belastungen - über die im Folgenden gesprochen wird - berechnet werden kann. In dieserLektion wird auch besprochen, wie man Rationen selbst zubereiten kann. In diesem Zusammenhang wird auf Pro und Contra selbst zubereiteter Rationen (inklusive BARF) eingegangen. Nur wenn sich ein Ernährungsberater auch der negativen Aspekte einer Ernährungsform bewusst ist, ist er in der Lage, dieTierbesitzer so weit als möglich neutral zu beraten und auf Vor- und Nachteile aufmerksam zu machen.

Nachdem die Grundlagen zur Hunde- und Katzenernährung vermittelt wurden, geht

 

Lektion 5

nun auf die Ernährung in den verschiedenen Lebensphasen ein. Nur mit dem in Lektion 4 vermittelten Grundwissen kann dieser Abschnitt verstanden werden. Hier wird der Bedarf während Trächtigkeit, Laktation und Wachstum erläutert, sowie Veränderungen im Alter und was man bei der Fütterung älterer Tiere beachtenmuss. Außerdem wird auf die Ernährung von Arbeits- und Leistungshunden eingegangen und welchen Einfluss die Haltungsbedingungen auf den Energie- und Nährstoffbedarf eines Tieres haben. In dieser Lektion spielt nicht nur die Nahrungszusammensetzung eine Rolle, auch die Fütterungspraxis ist ein wichtiger Aspekt.

 

In Lektion 6
geht es um Fehler und Missverständnisse in der Tierernährung. Auch werden Erkrankungen und Störungen erläutert, die durch Fütterungsfehler (Über- oder Unterversorgung, Fehler in der Fütterungstechnik, Fehler in der Rohstoffauswahl etc.) verursacht werden können.
Weiterhin finden Erkrankungen Erwähnung, die genetisch bedingt sind und wie sie gegebenenfalls durch eine gezielte Ernährung behandelt werden können. Ebenfalls werden Verhaltensprobleme kurz angesprochen. All dies sind Themen, mit denen ein Gesundheitsberater für Hunde und Katzen umgehen können sollte.

Die abschließende Lektion 7
wendet sich nun der Diätetik bei verschiedenen Erkrankungen zu. Dies ist natürlich neben der Ernährung im Erhaltungs- und Leistungsbedarf das zentrale Thema der Hunde- und Katzenernährung. Hier werden die diätetischen Möglichkeiten bei bestimmten Krankheitsbildern genau erklärt. In diesem Kapitel werden alle notwendigen Angaben gemacht, um Rationen individuell zusammenstellen zu können. Auchauf die Probleme selbst zubereiteter Rationen bei bestimmten Erkrankungen, wie z. B. Diabetes mellitus, wird hingewiesen.

 

Die Lektionen bauen systematisch aufeinander auf. Die Darauffolgende ist ohne die Vorangegangene nicht zu verstehen. Von Lektion zu Lektion wird dem angehenden Ernährungsberater das "Handwerkszeug" vermittelt, mit dem er am Ende in die Lage versetzt wird, Futtermittel zu beurteilen und zumindest grob zu bilanzieren sowie selbst Rationsvorschläge zu gestalten. Daneben wird ihm Wissen darüber vermittelt, welche Fehler und Probleme in der Ernährung von Hunden und Katzen häufig auftreten können bzw. häufig aus Unwissenheit gemacht werden. Natürlich könnte man sich auch einfach ein professionelles Bilanzierungsprogramm zur Rationsgestaltung anschaffen, aber nur mit dem vermittelten Grundlagen- und Hintergrundwissen ist der Ernährungsberater später auch in der Lage, durch eine gründliche Anamnese Fehler in der Ernährung aufzudecken und bestehende Probleme zu lösen bzw. ernährungsbedingte und durch Ernährung beeinflussbare Probleme auszuschließen.

Die Hausaufgaben zu den jeweiligen Lektionen, sollen den Lernenden dazu bringen, sich im Umgang mit den "Werkzeugen" zu üben.

 

Zusätzliche Informationen